Jürgen Klopp lüftet das Geheimnis um seinen ersten DFB-Kader am 17. September auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main. Kurz darauf beginnt für den neuen Bundestrainer bereits der Ernstfall, denn ein dichtgedrängter Terminplan mit vier Länderspielen in gut zwei Wochen wartet auf ihn.

Wie der Deutsche Fußball-Bund am Montag mitteilte, wird der 59-Jährige vier Tage nach der Kadernominierung, am 21. September, seine Auswahlspieler beim DFB-Partner adidas in Herzogenaurach zum Trainingslager empfangen. Dort bereitet sich die Mannschaft auf den Auftakt in der Nations League vor. Viel Zeit zum Feintuning bleibt Klopp dabei nicht: Bis zu seiner Premiere als Chefcoach am 24. September in Amsterdam gegen den Erzrivalen Niederlande stehen ihm lediglich zwei gemeinsame Übungseinheiten mit dem Team zur Verfügung.
Vollgepackter Spielplan zum Einstand
Nach dem Klassiker in Amsterdam geht es für die Nationalmannschaft im Schlagzahl-Modus weiter. Am 27. September feiert Klopp seine Heimpremiere auf deutschem Boden, wenn in Augsburg Griechenland zu Gast ist. Nur vier Tage später, am 1. Oktober, empfängt die DFB-Auswahl in München Serbien zum nächsten Kräftemessen. Den Abschluss dieses intensiven Vierer-Blocks bildet das Auswärtsspiel in Griechenland am 4. Oktober, mit dem sich für Klopp der Kreis der ersten Länderspielreise schließt.
Offiziell im Amt ist der ehemalige Meistermacher von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool bereits seit dem 15. August, als Nachfolger des zurückgetretenen Julian Nagelsmann. Die anstehende Kadernominierung markiert nun den ersten sportlichen Prüfstein seiner neuen Aufgabe.
Offene Personalfragen vor der Bekanntgabe
Vor Klopps erster Kaderverkündung richten sich zahlreiche Blicke auf mögliche Überraschungen. Wer setzt sich im Rennen um die Torhüter-Position als klare Nummer eins durch? Welche bislang unerprobten Spieler erhalten ihre Chance auf ein Debüt? Und auf welche etablierten Namen verzichtet der Bundestrainer möglicherweise, um frischen Wind in die Mannschaft zu bringen?
Bei seiner Vorstellung Ende Juli hatte Klopp bereits eine klare Ansage gemacht und Aufbruchsstimmung verbreitet: „Ich habe wahnsinnig viele Ideen. Jeder, der berechtigt ist, für die Nationalmannschaft zu spielen, sollte sich Mühe geben. Es ist ein Neustart. Es werden Spieler eine Chance bekommen, die damit noch gar nicht rechnen.“